Tischlerei-Innung Stralsund
Auf Einladung von Obermeister Andreas Ebert und der Tischlerei-Innung Nordvorpommern-Stralsund nahm ich an ihrer Mitgliederversammlung teil. Wie mir die Tischler berichteten, ergreifen immer weniger Auszubildende diesen äußerst vielseitigen Handwerksberuf. Der Blick in die Zukunft zeigt jedoch, dass das Handwerk auch weiterhin „goldenen Boden“ hat. Berufszweige wie Fenster-, oder Möbelbauer, die eigentlich nur einen kleinen Teil des traditionellen Tischlerberufs ausmachen, sind bei den jungen Menschen eher präsent. Hinzu kommt das eine Vielzahl von Bewerbern nicht über die notwendige Qualifikation verfügt, um den Beruf ausüben zu können. In wichtigen Fächern, wie beispielsweise Mathematik, gibt es zum Teil große Defizite. Hier muss unbedingt nachgesteuert werden.
Ich finde es ermutigend, dass die Innung sich Gedanken darüber macht, wie sie selbst, über ein eigenes Qualifizierungsprogramm, dem Problem Abhilfe schaffen kann. Auch die Einführung eines Berufsgrundbildungsjahres (BGJ), was sich in den Nachbarländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits etabliert hat, sind Optionen, über die man auf Länder- aber auch Bundesebene durchaus diskutieren sollte. Für einen weiteren Dialog über die Ausbildung und den weiteren Herausforderungen stehe ich weiterhin gern zur Verfügung. Vielen Dank für den konstruktiven Austausch und die vielen Anregungen.